Die Originale 7. & 8. April 2018 Berlin

Die Originale 7. & 8. April 2018 Berlin

Ein interdisziplinäres Festival mit acht Research-Präsentationen, zwei Circusproduktionen, Konzerten, einer Ausstellung & Talks

Im Researchprogramm „Die Originale“ treffen sich 10 Researcher*innen und 40 Künstler*innen zu einem interdisziplinären Zusammenspiel der Künste, das am 7. und 8. April in einem zweitägigen Festival mündet. Das Publikum wird eingeladen, auf der eigens kreisförmig angelegten Hauptbühne die Research-Ergebnisse aus den Workshops zu erleben. Außerdem sind die zeitgenössischen Circusproduktionen „Somnium“ der Compagnie MPTA und „mobile“ von Jörg Müller zu erleben, und in Publikumsgesprächen mit den Researcher*innen können Interessierte in einen intensiven Austausch treten. Begleitet wird das ganztägige Programm durch eine Ausstellung des Fotografen Lukas Berger und Konzerte von L.I.A und Geordie Little.

Die Festivalbesucher*innen sind herzlich dazu eingeladen, den ganzen Tag über zu verweilen, ihren eigenen Impulsen zu folgen und immer wieder Neues zu entdecken.

Programm SA & SO

14:00 Begüßung
14:10 „Somnium“ (35 min.)
15:00 4 Research-Präsentationen

17:00 Pause (mit Talks und Musik von Geordie Little)

18:30 „mobile“ (20 min.)
19:15 4 Research-Präsentationen
21:15 Musik von L.I.A (Beatbox/Rap/DJ)

„Somnium“

Compagnie MPTA
Konzept und Performance Juan Ignacio Tula, Stefan Kinsman
Künstlerische Leitung Mathurin Bolze, Séverine Chavrier
Klangregie Jérôme Fèvre
Licht Jérémie Cusenier
Technisches Management Gildas Céleste

Juan Ignacio Tula und Stefan Kinsman bringen in der 2015 entstandenen Show „Somnium“ die relativ junge künstlerische Disziplin des Roue Cyr auf die Bühne. Das Roue Cyr ist zugleich das artistische Requisit, ein Ring aus Stahl oder Aluminium, in dem sich die Künstler*innen virtuos tänzerisch und scheinbar federleicht drehen. In „Somnium“ machen Tula und Kinsman das Roue Cyr und dessen charakteristische Drehbewegung zum Mittelpunkt ihrer Choreografie. Es geht darum, mit der unerbittlichen Zirkularität umzugehen, ein Territorium zu behaupten und es zugleich für sich zu erforschen. Im Spiel der sich wiederholenden Pirouetten-Wirbel betonen die Artisten die Differenz zwischen ihren Körpern und zeigen zugleich ihre geteilte akrobatische Virtuosität.

„mobile“

Von und mit Jörg Müller
Konzept, Regie, Musik, Objektdesign Jörg Müller
Licht Jérémie Cusenier
Realisiert mit Unterstützung von François Crevantes und Emmanuel Cury St Sauveur

Seit über 20 Jahren recherchiert und experimentiert Jörg Müller rund um das Konzept der Jonglage und entwickelt dabei seine ganz eigene Form. In „mobile“ besteht sein Requisit aus fünf langen Aluminiumröhren, die an nahezu unsichtbaren Fäden aufgehängt sind. Diese Röhren pendeln scheinbar schwebend im Raum, mal trunken kreisend, mal stürmisch wirbelnd, mal lautlos und mal wie durch ein geheimes Zeichen zum Klingen gebracht. Während sich Müllers Körper in ständiger Bewegung durch den Raum befindet, zeichnen die Stäbe Figuren in die Luft, die nur von kurzer Dauer sind. Was dabei entsteht, ist ein kontinuierlicher Dialog zwischen dem Jongleur und seinen Objekten.

www.berlinerfestspiele.de